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Venue

Halle Kalk

Neuerburgerstrasse 
Köln, NW
Germany
Details
Deutschsprachige Erstaufführung eines Stücks von István Tasnádi Nach einer Notlandung versammeln sich Passagiere im Wartesaal eines Flughafens. Sie würden gerne erfahren, wo sie sich befinden, und wann sie weiterreisen können. Aber niemand ist zu sehen, der sie informieren könnte. Die Transiträume sind heruntergekommen und menschenleer, ebenso die Flure, die mit Gittern abgeschlossenen Cafés und Duty Free Shops. Die Passagiere sitzen ratlos, so weit wie möglich voneinander entfer... (read more)
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Transit at Halle Kalk

Deutschsprachige Erstaufführung eines Stücks von István Tasnádi

Nach einer Notlandung versammeln sich Passagiere im Wartesaal eines Flughafens. Sie würden gerne erfahren, wo sie sich befinden, und wann sie weiterreisen können. Aber niemand ist zu sehen, der sie informieren könnte. Die Transiträume sind heruntergekommen und menschenleer, ebenso die Flure, die mit Gittern abgeschlossenen Cafés und Duty Free Shops. Die Passagiere sitzen ratlos, so weit wie möglich voneinander entfernt. Die Hitze wird unerträglich, wahrscheinlich befindet man sich südlich des Äquators. Die Klimaanlage scheint defekt. Endlich läuft das Rollband und bringt Gepäck. Die Reisenden nehmen die Koffer vom Band und warten weiter. Plötzlich öffnen sich Gepäckstücke, Menschen springen heraus. Die Fluggäste glauben erst, dass es Flüchtlinge sind. Aber nach und nach wird deutlich, dass diese wortlosen Wesen mit den eigenen inneren Welten zusammenhängen. Dann fällt das Licht aus. Als es wiederaufflackert, sind die Kofferbewohner verschwunden. Ein Steward erscheint, singt von einem Flugzeugabsturz …

Wo und was ist dieser Transitraum? Ein Purgatorium? István Tasnádi ist wie Dante in seiner "Göttlichen Komödie" von den letztlich unbeantwortbaren Fragen des Lebens besessen: Wer sind wir, woher kommen und wohin gehen wir, was hinterlassen wir?

Regie: Viktor Bodó
Bühne: Viktor Bodó, Pascal Raich

"Geradezu höllisch wird die Szenerie - denn das hier, wird dem Personal langsam furchtbar klar, ist die Transit-Phase schlechthin: Fegefeuer. Lebende Tote sind sie - sind wir alle - lernt man daraus, und diese Erkenntnis ist eigentlich so banal wie die oft gelandete Flughafen-Metapher. Dass Bodós an Einfällen prallvolle Inszenierung trotzdem nicht enttäuscht, liegt an der verblüffenden Mischung aus Abgrund und Slapstick mit immer neuen Bildtableaus und Musikcollagen; daran, dass er mit perfektem Timing für Tempowechsel keinen einzigen schrägen Moment überdehnt. Man versteht, man rätselt, man staunt und lacht. Das deutsch-ungarische Schauspieler-Team agiert dabei homogen, als hätte man immer schon zusammen gespielt. Wobei vor allem die energiegeladenen Sputniks aufs sterbliche Gemüt wirken wie eine Vitaminspritze. Sehr freundlicher Beifall." (Kölnische Rundschau)


Twitter Hashtag: #EVtrans3114
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